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Gift in Medizin verwandeln

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Nach der Meditation

Nach der Meditation ist es wichtig, unserer gewohnten Neigung, die Dinge als solide wahrzunehmen, nicht nachzugeben.

Wenn sie in den Alltag zurückkehren, lassen sie die Weisheit und Einsicht, das Mitgefühl und den Humor, die Geschmeidigkeit, Weite und Gelassenheit, die die Meditation in ihnen wachgerufen hat, ihre Alltagserfahrung durchdringen.

Meditation weckt in ihnen die Erkenntnis, dass die Natur von allem illusorisch und traumgleich ist; halten sie dieses Gewahrsein selbst im dicksten Samsara aufrecht.

Ein großer Meister sagte: “Nach der Meditationspraxis sei ein Kind der Illusion”.

Sogyal Rinpoche (*1948)

Tiefste Natur der Wirklichkeit

Wenn Sie gelernt haben, Ihr Leben durch Disziplin einfacher zu gestalten, und damit die Möglichkeiten des Ich, Sie zu verführen, eingeschränkt haben, und wenn Sie durch Üben achtsamer Meditation den Zugriff von Aggression, Festhalten und Negativität auf Ihr ganzes Wesen gelockert haben, kann langsam die Weisheit der Einsicht aufscheinen. Und diese Einsicht zeigt Ihnen im Lichte ihrer alles erhellenden Klarheit direkt und deutlich sowohl die feinsten Funktionsweisen Ihres eigenen Geistes als auch die tiefste Natur der Wirklichkeit selbst.

Sogyal Rinpoche (*1948)

Weisheit

Weisheit besteht in nichts als diesem:
Wahr reden, wahr handeln,
der Natur der Dinge folgen.

Heraklit (544 bis 483 v.Chr.)

Wahrnehmen wie ein Kind

Was für Wahrnehmungen dir auch begegnen, du solltest wie ein kleines Kind sein, das in einen wunderschönen Tempel kommt: Es schaut, aber keinerlei Greifen mischt sich in seine Wahrnehmung. So bleibt alles frisch, natürlich, lebendig und unverdorben. Wenn du alles in seinem eigenen Zustand belässt, verändert sich seine Form nicht, seine Farben verblassen nicht und sein Glanz verschwindet nicht. Was immer auch erscheint, bleibt unbefleckt von jeglichem Greifen, und so ersteht alles, was du wahrnimmst als die nackte Weisheit von Rigpa, der Untrennbarkeit von Lichtheit und Leerheit.

Dudjom Rinpoche

Gewähre deinen Segen

Gewähre deinen Segen,
so dass mein Geist sich dem Dharma zuwende;

Gewähre deinen Segen,
so dass das Dharma auf dem Weg voranschreitet;

Gewähre deinen Segen,
so dass der Weg Verwirrung klären möge;

Gewähre deinen Segen,
so dass Verwirrung als Weisheit aufgehe.

Gampopa (1079 – 1153; Schüler von Milarepa)

Die Buddhanatur begreifen

Die sogenannten primitiven Völker haben sich die tiefen Schichten des Gehirns aktiv erhalten. Indem wir unsere Art von Zivilisation entwickelt haben, haben wir zwar den Intellekt geschult, verfeinert und verkompliziert, aber die mit dem Inneren Kern des Gehirns verbundene Kraft, Intuition und Weisheit vergessen. Gerade aus diesem Grund ist Zen ein unschätzbarer Wert für den Menschen von heute, zumindest für denjenigen, der Augen hat zu sehen und Ohren zu hören. Durch die regelmässige Übung von Zazen wird ihm die Chance gegeben ein neuer Mensch zu werden und zum Ursprung des Lebens zurückzukehren. Er kann den normalen Zustand des Körpers und Geistes (die eins sind) erlangen, indem er das Sein an der Wurzel packt.
Beim Sitzen in Zazen lässt man die Bilder, die Gedanken, die geistigen Gebilde, die aus dem Unterbewussten auftauchen, vorbeiziehen wie Wolken am Himmel – ohne sich ihnen zu widersetzten, ohne sich an sie zu klammern. Wie Schatten vor einem Spiegel zieht alles vorbei, was aus dem Unterbewusstsein ausströmt, kehrt wieder und zerrinnt. Man gelangt zum tiefen Unbewusstsein, ohne Gedanken, jenseits allen Denkens, zur wahren Reinheit.
Zen ist sehr einfach und gleichzeitig sehr schwer zu verstehen. Es ist eine Sache der Anstrengung und Wiederholung – wie das Leben. Wenn beim Sitzen ohne Umschweife, ohne Zweck- und Profitstreben die Haltung, die Atmung und die Geisteshaltung in Harmonie miteinander sind, dann versteht man das wahre Zen, dann begreift man die Buddhanatur.

Taisen Deshimaru (1912 – 1982)

Ohne Ja und Nein

Wenn du in er Lage bist, dich zu entspannen – dich für eine Wolke öffnen, die du siehst, einen Regentropfen in seiner ganzen Wirklichkeit erfahren -, so kannst du die Unbedingtheit der Wirklichkeit direkt sehen: Sie ist in den Dingen, so wie sie sind, ganz einfach.
Wenn du die Dinge anschauen kannst, ohne zu sagen: “Dies ist für mich, das ist gegen mich”, oder “Hiermit stimme ich überein, damit nicht”, dann erfährst du den Seinszustand des kosmischen Spiegels, die Weisheit des kosmischen Spiegels.
Ob du eine Fliege vorbeisummen oder eine Schneeflocke fallen siehst, ob es Wellen im Wasser sind oder eine schwarze Spinne – all das nimmst du einfach wahr, in vollkommener Aufnahmebereitschaft, ohne “Ja” und “Nein”.

Chögyam Trungpa (1940 -1987)

Nimm dir Zeit…

Nimm dir ZEIT zum Arbeiten –
es ist der Preis des Erfolges.

Nimm dir ZEIT zum Denken –
es ist die Quelle der Kraft.

Nimm dir ZEIT zum Spielen –
es ist das Geheimnis ewiger Jugend.

Nimm dir ZEIT zum Lesen –
es ist der Brunnen der Weisheit.

Nimm dir ZEIT zum Träumen –
es bringt dich den Sternen näher

Nimm dir ZEIT, zu lieben und geliebt zu werden –
es ist der wahre Reichtum des Lebens.

Nimm dir ZEIT, dich umzuschauen –
der Tag ist zu kurz, um selbstsüchtig zu sein.

Nimm dir ZEIT zum Lachen –
es ist die Musik der Seele.

Nimm dir ZEIT, freundlich zu sein –
es ist der Weg zum Glück.

Nimm dir ZEIT zur Andacht –
sie wäscht den irdenen Staub von den Augen.

Aus Irland

Weisheit und Liebe

Unser Leben ist ein dynamischer Prozess, in dem wir jeden Augenblick die Richtung des Energiestroms mitbestimmen. Je bewusster und wacher wir leben, desto mehr sind unsere Entscheidungen von Weisheit und Liebe getragen.

Willigis Jäger (* 1925)

Explosion eigener Bewusstheit

Weisheit ist die Explosion deiner eigenen Bewusstheit. Weisheit ist innewohnend, sie kommt nicht von außen; sie explodiert in dir und verbreitet sich dann über die äußere Welt. Sie ist wie Licht: du strahlst es aus, aber du sammelst es nicht.

Osho (1931-1990)

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