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Gift in Medizin verwandeln

Archiv für das Schlagwort “Raum”

Bis alle Wesen den Frieden erlangen

So wie die Erde und die drei anderen Elemente,
zusammen mit dem Raum, alle Wesen beständig nähren und stützen,
möge auch ich zu einer solchen Quelle der Nahrung und Stütze
für alle Wesen werden, die den Raum ausfüllen,
solange noch nicht alle Wesen den Frieden erlangt haben.

Shântideva ( 8. Jh.) im Bodhicaryâvatâra

Den vollständigen Text gibt es hier:

http://www.mb-schiekel.de/bodhi.htm#Shantideva

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Die Seele besteht aus Licht

Zeit und Raum
sind nichts als physiologische Farben,
die das Auge wahrnimmt,
aber die Seele besteht aus Licht.

Ralph Waldo Emerson (1803-1882)

Ausrichtung

Vier Große gibt es im Raume
und der Mensch ist auch darunter.

Der Mensch
richtet sich nach der Erde.

Die Erde
richtet sich nach dem Himmel.

Der Himmel
richtet sich nach dem Sinn.

Der Sinn
richtet sich nach sich selbst.

Lao Tse (zwischen 600 und 300 v. u.Z.)

Wanderer zwischen Zeit und Raum

Der Mensch
als Wanderer zwischen Zeit und Raum
ist unterwegs zu jener Brücke,
die ihn in die Transparenz,
in die Spiritualität,
aus Zeit und Raum herausführen soll.

Raimund Abraham

Weder Anfang hat die Welt noch Ende

Weder Anfang hat die Welt noch Ende,
Nicht im Raum noch in der Zeit;
Überall ist Mittelpunkt und Wende,
Und im Nu die Ewigkeit.

Wie du lebst von einem Nu zum andern,
Ewig eines lebest du;
Laß die Welt vorüber ruhlos wandern,
Und sieh aus der Ruh ihr zu.

Nicht mit unzulänglichen Gedanken
Machst du das Geheimnis klar,
Doch in schwanken Schranken, Wortes Ranken,
Stellt es dir sich bildlich dar.

Friedrich Rückert (1788 – 1866)

Abfärben

Lebt ihr
in einem Raum
voller Ruß,
wird er
trotz aller
Achtsamkeit
auf euch
abfärben.

Ramakrishna (1836 – 1886)

Sich im Grund berühren lassen

Anders als viele Methoden etwa der körperlichen Entspannung erhebt Zen explizit einen existentiell-spirituellen Anspruch. Der Übende greift mit seiner Aufmerksamkeit tief in sich hinein, lässt sich berühren in seinem Grund. Das Schweigen steht im Dienst dieser Wandlung, öffnet einen Raum, in dem nicht nur das Äußere, sondern nach und nach auch das Innere still wird. Diese Atmosphäre ist ein hoher Wert, den in einem gemeinsamen Kurs alle Teilnehmer hüten wie einen zerbrechlichen Schatz. In solches Schweigen hinein gesprochene Worte erheben den Anspruch, aus dem Schweigen zu kommen und wieder dort hinein zu führen. Es sollen Worte sein möglichst nahe am Unsagbaren. Sie dürfen nicht wieder neue, gerade los gelassene Begriffswelten im Inneren erstehen lassen. Sie sollen das Eigentliche, das Wesen, die Urgestalt des Menschen transparent werden lassen. Sie sind Ausfluss des inneren Berührtseins, ähnlich wie ein Stoßseufzer aus erlebter Ohnmacht und zugleich als tiefste Bitte um Hilfe, um Erbarmen. Was so an den Wächtern des „Vernünftigen“ vorbei gegangen ist, ist Sprache des Menschen, der zu sich selbst findet und der eigenen Wesensnatur ihr „Stimmrecht“ zurück gibt.

P. Paul Rheinbay S.A.C.: Rede, ohne die Lippen zu bewegen – So lange schweigen?

Der vollständige Text findet sich hier:

http://zen-kontemplation.de/fileadmin/zen/pdf/schweigen_01.pdf

Die Wiege liebevoller Zuwendung

Der Geist der Furchtsamkeit sollte in die Wiege liebevoller Zuwendung gelegt und mit der strahlenden unergründlichen Milch ewiger Zweifelsfreiheit gesäugt werden.

Im Kühlen Schatten der Furchtlosigkeit fächle ihm Luft zu
mit dem Fächer von Freude und Glück.

Wenn er etwas älter wird, dann führ ihn auf den Spielplatz,
der aus sich selbst heraus existiert,
zeig ihm dort die unterschiedlichsten Phänomene.

Wenn er noch älter wird, führe ihn auf den Platz,
an dem die Bogenschützen-Krieger üben,
damit er ursprüngliches Vertrauen entwickeln kann.

Wird er noch älter, so lass ihn – um sein ursprüngliches Selbst-Wesen zu erwecken,
die Gesellschaft der Menschen sehen,
die Schönheit und Würde besitzt.

Dann kann der furchtsame Geist sich zum Geist des Kriegers wandeln,
und dieses ewig jugendliche Vertrauen
kann sich ohne Anfang und Ende in den Raum weitern.

An diesem Punkt sieht er die Große Östliche Sonne.

Chögyam Trungpa (1939 – 1987)

Bewusst Sein

Das Bewusstsein ist der Ort des Kultes, das Bewusstsein ist die heilige Schrift, das Bewusstsein ist der Weg, das Bewusstsein ist der Ort des Opfers, das Bewusstsein ist das Feuer, das Bewusstsein ist der Ort des Samadhi, das Bewusstsein ist das Erwachen, das Bewusstsein ist das Haus der Götter, das Bewusstsein ist die Zeit, das Bewusstsein ist der Raum, das Bewusstsein ist das Gefäß, der Krug, aus dem sich das Göttliche ergießt.

Devi in Daniel Odiers Buch über das Eintauchen in die absolute Liebe.

Ein Gespinst

Alle Dinge sind stets nur ein Gespinst aus Zeit, Raum und Energie. Und alles andere ist das müßige Reden von Menschen, die sich nicht der Mühe spiritueller Praxis, die sie zum Selbst führen würde, unterziehen wollen.

Ribhu Gita

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