sarpashana_24

Gift in Medizin verwandeln

Archiv für das Schlagwort “leiden”

Unseren Segen überallhin tragen

Wenn wir uns
von der leidenden Person verabschieden,
die wir zu sein glaubten,
tragen wir unseren Segen
überallhin.

Jack Kornfield (*1945)  In: Das weise Herz. Die universellen Prinzipien buddhistischer Psychologie

Advertisements

Warum Menschen leiden

Gott ist
in allen Menschen,
aber alle Menschen
sind nicht in Gott:
darum leiden sie.

Ramakrishna  (1836 – 1886)

Die Wahrheit sehen, wie sie ist

Meditation zu praktizieren, bedeutet, um die Existenz von Leiden zu wissen. Die erste Dharma-Rede, die Buddha hielt, handelte vom Leiden und dem Weg aus dem Leiden heraus. … Deshalb müssen wir die Wahrheit sehen, wie sie wirklich ist und die Wirklichkeit anschauen. Unser Alltagsleben, was wir essen und trinken, hat mit der politischen Lage zu tun. Meditation bedeutet, tief in die Dinge hineinzuschauen, zu sehen, wie wir unsere Situation ändern und transformieren können. Unsere Situation zu transformieren bedeutet auch, unser Bewußtsein zu transformieren. Unser Bewußtsein zu transformieren bedeutet auch, unsere Situation zu transformieren, denn die Situation ist Bewußtsein und Bewußtsein ist die Situation. Es ist wichtig, daß wir erwachen. Die Natur der Bombe, die Natur des Unrechts, die Natur der Waffen und die Natur unsres eigenen Wesens sind gleich. Das ist die wahre Bedeutung von engagiertem Buddhismus.

Thich Nhat Hanh (*1926)

Nicht fern von Gott

Der Mensch soll ich in keiner Weise je als fern von Gott ansehen, weder wegen eines Leidens noch wegen einer Schwäche noch wegen irgendetwas sonst. Und wenn dich auch je deine großen Vergehen so weit abtreiben mögen, dass du dich nicht als Gott nahe ansehen könntest, so solltest du doch Gott als dir nahe annehmen. Denn darin liegt ein großes Übel, dass der Mensch sich Gott in die Ferne rückt; denn ob der Mensch nun in der Ferne oder in der Nähe wandle: Gott geht nimmer in die Ferne, er bleibt beständig in der Nähe.

Meister Eckhart (1260 – 1328)

Eins mit allem, was lebt

Wer sich eins fühlt mit allem, was da lebt, und die Leiden anderer als die eigenen empfindet, dem erscheint nicht nur das eigene Ungemach gering, sondern ihm fließt aus dieser inneren Verbundenheit auch die Kraft zu, zur Befreiung aller Wesen zu wirken und in diesem Streben die eigene Erlösung zu finden.

Anagarika Govinda (1898 – 1985)

Die absolute Wahrheit erkennen

Ein Übender hat nur einen Wunsch und er ist: die absolute Wahrheit zu erkennen. Oder man kann es auch anders ausdrücken: Ein wirklich Übender hat nur einen Wunsch – wunschlos zu werden. Das ist der Hauptwunsch, denn nur durch die Wunschlosigkeit geht alles Dukkha verloren.

Ayya Khema (1923 – 1997)

Bleib nur bei dir selber

Bleibe nur bei dir selber und laufe nicht nach außen und leide dich aus und such nicht etwas anderes! So tun etliche Menschen, wenn sie in dieser inwendigen Armut stehen, und suchen immer etwas anderes, um dadurch dem Gedränge zu entgehen. Oder sie gehen klagen oder Lehrer fragen und werden noch mehr irregeführt. Bleibe ohne allen Zweifel dabei; nach der Finsternis kommt der lichte Tag, der Sonnenschein.

Johannes Tauler (1300 – 1361). Tauler war ein Schüler von Meister Eckhart

Das Ende des Leidens finden

Wenn du nicht bei dir selbst beginnst,
kannst du alles Mögliche versuchen,
du wirst niemals das Ende des Leidens finden.

Jiddu Krishnamurti (1895-1986)

Zeit, Deine Wahrheit auszusprechen

Ihr habt den Leuten gesagt, dass jetzt die elfte Stunde ist. Geht nun zu ihnen zurück und sagt ihnen, dass jetzt die Stunde ist. Und dass es Einiges gibt, über das nachgedacht werden muss.

Wo lebst Du?
Was tust Du?
Mit wem bist Du verwandt?
Stehst Du in einer richtigen Beziehung?
Wo ist Dein Wasser?
Es ist Zeit, Deine Weisheit auszusprechen.
Erschaffe Deine Wahrheit.
Behandelt Euch gegenseitig gut.
Suche keinen Führer außerhalb von Dir.
Das kann eine gute Zeit werden!

Es gibt einen Fluss, der sich jetzt stark beschleunigt. Er ist so gross und schnell, dass viele sich fürchten. Sie werden versuchen, sich am Ufer festzuhalten. Sie werden das Gefühl haben, auseinandergerissen zu werden und stark leiden. Wisst, dass der Fluss seine Bestimmung hat. Wir müssen das Ufer loslassen und uns in die Mitte des Flusses abstossen. Haltet euren Kopf über dem Wasser und die Augen offen. Schaut wer um und mit euch ist und feiert. In diesem Moment der Geschichte sind wir aufgefordert, nichts persönlich zu nehmen vor allem nicht uns selbst. Denn wenn wir das tun, stoppt unser spirituelles Wachstum und unsere Reise.

Die Zeit des einsamen Wolfes ist vorbei. Versammelt euch! Streicht das Wort Kampf aus eurer Einstellung und eurem Wortschatz. Alles was wir jetzt tun, muss auf heilige feierliche Weise geschehen.

Wir sind diejenigen, auf die wir gewartet haben.

Oraibi-Älteste; Hopi Nation 2001 (Arizona)

Beitragsnavigation