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Gift in Medizin verwandeln

Archiv für das Schlagwort “Gott”

Zukunft unserer Spezies

Das alte Paradigma lautete: Wir sind Wesen, die Geist entwickelt haben, durch Verfehlung aber von Gott abgekommen sind.
Das neue Paradigma lautet: Wir sind nie aus Gott herausgefallen. Was wir Gott nennen, entfaltet sich wie ein Fächer in der Evolution. Wir sind eine Epiphanie Gottes. Wir können unsere wahre Natur nur nicht erkennen. Wir sind nicht abgefallen von dieser ersten Wirklichkeit, wie die „Ursünde“ uns das deuten will. Wir haben nur vergessen, dass wir aus dieser Wirklichkeit kommen und nie herausfallen können. Wir halten uns für den Strand, der nach dem Meer lechzt. Wir sind das Meer, das mit dem Strand spielt. In dieser Erkenntnis liegt die Zukunft unserer Spezies.

Die Trendwende in den Religionen hat begonnen.

Willigis Jäger (* 1925)

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Göttliche Natur in sich selbst

Ein Mensch muss ein lauteres, klares Wissen haben von göttlicher Wahrheit. Der Mensch, der in allen seinen Werken ein rechtes Streben hat, bei dem ist der Anfang dieses seines Strebens Gott, und die Ausführung des Strebens ist wiederum Gott selber und ist die lautere göttliche Natur.
Und sein Streben endet in göttlicher Natur in ihm selbst.

Meister Eckhart (1260-1328)

Macht niemanden verantwortlich

Macht niemanden verantwortlich! Kommen schlechte Zeiten, dann wisst, dass Gott mit euch spielt, und seid froh darüber. Auf Glück folgt Leid. Je höher entwickelt die Seele, um so schneller folgen sie aufeinander. Was wir wollen, ist weder Glück noch Leid. Beide lassen uns unser wahres Wesen vergessen. Beide sind Ketten, eine aus Eisen, die andere aus Gold. Hinter beiden ist der Atman*, der weder Glück noch Leid kennt. Dies sind Zustände, und Zustände verändern sich dauernd. Doch das Wesen der Seele ist Seligkeit und Frieden – unwandelbar. Wir brauchen sie nicht zu erlangen, wir besitzen sie.

* (Der Teil des Menschen, der unsterblich und ewig ist.)

Swami Vivekananda (1863 – 1902)

Liebe strahlt

Liebe strahlt in jeder ihrer Ausdrucksformen mit gleichem Wert.
Liebe zu unserem Partner, unseren Kindern, die Liebe zu Freunden und weit Entfernten, die Liebe zu den kleinen Dingen des Alltags und die Liebe zur Natur, die Liebe zu Gott und die Liebe der Erde zu uns – all das und noch viel mehr sind die Strahlen der großen Liebe.
Liebe ermöglicht unserem Herz sich zu weiten und alles was uns begegnet, sei es freudig oder schmerzlich mit unserem Herzen zu umschließen.

Pyar Rauch (*1960)

Zwölf Schritte – zwölf Prinzipien

Erster Schritt:
Wir gaben zu, dass wir dem Alkohol gegenüber machtlos sind – und unser Leben nicht mehr meistern konnten.
Prinzip: Ehrlichkeit

Zweiter Schritt:
Wir kamen zu dem Glauben, dass eine Macht, größer als wir selbst, uns unsere geistige Gesundheit wiedergeben kann.
Prinzip: Hoffnung

Dritter Schritt:
Wir fassten den Entschluss, unseren Willen und unser Leben der Sorge Gottes – wie wir Ihn verstanden – anzuvertrauen.
Prinzip: Vertrauen

Vierter Schritt:
Wir machten eine gründliche und furchtlose Inventur in unserem Inneren.
Prinzip: Mut

Fünfter Schritt:
Wir gaben Gott, uns selbst und einem anderen Menschen gegenüber unverhüllt unsere Fehler zu.
Prinzip: Rechtschaffenheit

Sechster Schritt:
Wir waren völlig bereit, all diese Charakterfehler von Gott beseitigen zu lassen.
Prinzip: Bereitwilligkeit

Siebter Schritt:
Demütig baten wir Ihn, unsere Mängel von uns zu nehmen.
Prinzip: Demut

Achter Schritt:
Wir machten eine Liste aller Personen, denen wir Schaden zugefügt hatten und wurden willig, ihn bei allen wieder gutzumachen.
Prinzip: Nächstenliebe

Neunter Schritt:
Wir machten bei diesen Menschen alles wieder gut – wo immer es möglich war –, es sei denn, wir hätten dadurch sie oder andere verletzt.
Prinzip: Disziplin

Zehnter Schritt:
Wir setzten die Inventur bei uns fort, und wenn wir Unrecht hatten, gaben wir es sofort zu.
Prinzip: Beharrlichkeit

Elfter Schritt:
Wir suchten durch Gebet und Besinnung die bewusste Verbindung zu Gott – wie wir Ihn verstanden – zu vertiefen.
Wir baten Ihn nur, uns Seinen Willen erkennbar werden zu lassen und uns die Kraft zu geben, ihn auszuführen.
Prinzip: Bewusstsein/Gottesbewusstsein

Zwölfter Schritt:
Nachdem wir durch diese Schritte ein spirituelles Erwachen erlebt hatten, versuchten wir, diese Botschaft an Alkoholiker weiterzugeben und unser tägliches Leben nach diesen Grundsätzen auszurichten.
Prinzip: Dienst

 

Aus: Zwölf Schritte – Red Book. Mehr hier: http://www.aa-leben.de/12_Schritt_RED-BOOK.pdf

Anmerkung:
Ich habe hier die Zwölf Schritte und Zwölf Prinzipien, die dazu gehören, mal miteinander kombiniert um den Zusammenhang deutlicher werden zu lassen. Im „Red Book“ heißt es: „Was ist ein Prinzip? – Ein Prinzip ist ein Ursprung, ein Anfang, eine grundlegende Voraussetzung, ein moralischer Grundsatz – eine Regel, durch die unser Verhalten bedingt wird. Jedem der Zwölf Schritte liegt ein Prinzip zugrunde.“

Sich lassen

Du musst wissen, dass sich noch nie ein Mensch in diesem Leben so weitgehend gelassen hat, dass er nicht gefunden hätte, er müsse sich noch mehr lassen. Der Menschen gibt es wenige, die das recht beachten und darin beständig sind. Es ist ein gleichwertiger Austausch und ein gerechter Handel: So weit du ausgehst aus allen Dingen, so weit, nicht weniger und nicht mehr, geht Gott ein mit all dem Seinen, dafern du in allen Dingen dich des Deinen völlig entäußerst. Damit heb an, und lass dich dies alles kosten, was du aufzubringen vermagst. Da findest du wahren Frieden und nirgends sonst.

Meister Eckhart (1260 – 1328)

Niemand außer dir

Hole dir deine Kraft zurück:
Entblöße dich, das wirkliche Ich, und vergiss all den Unsinn über den Verstand und den Körper und die Gedanken und die Welt und Gott und alles andere, was real zu sein scheint.
Vergleiche dich mit niemandem.
Sei ehrlich mit dir selbst.
Es ist egal, wie weit fortgeschritten jemand anders sein mag. Vergiss alle Heiligen und Weisen und andere Leute.
Du bist der Einzige, der je existiert hat, und es gibt niemanden außer dir. Du bist alle Heiligen und alle Weisen und alle Seher. Du bist alles. Alles ist das Selbst und du bist Das.
Warum nicht dazu aufwachen? Warum willst du so lange Spiele mit dir selbst spielen? Indem du an Reinkarnation glaubst, kommst du immer und immer wieder, immer in der Hoffnung auf ein besseres nächstes Leben. Es gibt kein besseres Leben.

Robert Adams (1928-1997)

Gib Hoffnung völlig auf

Gib Hoffnung völlig auf: das ist der höchste Zustand.
Was gibt es zu hoffen?
Sprenge die Fesseln der Hoffnung,
stelle dich auf dein Selbst und sei zufrieden.
Bedaure nicht, was du tust.
Gibt alles auf für Gott, aber ohne Heuchelei.

Swami Vivekananda (1863 – 1902)

Hindernisse überwinden

Sobald Gott dich bereit findet, muss er in dein Wesen einströmen, geradeso wie der Sonnenschein sich auf die Erde ergießen muss, wenn die Luft klar und rein ist. Sehnendes Verlangen schafft Liebe, und Liebe überwindet alle Hindernisse.

Meister Eckhart (1260-1328)

Befreite Seele

Die befreite Seele trachtet nicht nach Gott, weder durch Busse noch durch irgend ein Sakrament der Heiligen Kirchen, noch durch Gedanken, Worte und Werke, noch durch ein Geschöpf von hier unten noch durch ein Geschöpf von oben.

Marguerite Porete (1250/1260 –  1. Juni 1310)

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