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Gift in Medizin verwandeln

Archiv für das Schlagwort “andere”

Eine Welle im Ozean

Eine Welle im Ozean scheint in gewisser Hinsicht eine unterscheidbare Identität zu besitzen: Anfang und Ende, Geburt und Tod. Auf andere Weise betrachtet, existiert die Welle nicht wirklich, sondern ist einfach das Verhalten von Wasser, „leer“ von egenständiger Identität, aber „voll“ von Wasser.

Wenn sie wirklich über die Welle nachdenken, erkenn sie, dass sie von Wind und Wasser zeitweilig hervorgerufen wird und abhängig ist von einer Reihe sich dauernd verändernder Bedingungen. Sie verstehen auch, dass jede Welle mit jeder anderen verbunden ist.

Sogyal Rinpoche (*1948)

Spreche aus dem Herzen

Spreche immer aus dem Herzen,
niemals aus dem Verstand.

Deine Aufrichtigkeit und dein  Mut
werden auch für andere
ein Beispiel sein,
und wenn sie Dir zuhören,
dann werden sie begeisternd
ihr gewonnenes Herz offenbaren.

Rumi
Dschalal ad-Din ar-Rumi (1207 – 1273)

Zwölf Schritte – zwölf Prinzipien

Erster Schritt:
Wir gaben zu, dass wir dem Alkohol gegenüber machtlos sind – und unser Leben nicht mehr meistern konnten.
Prinzip: Ehrlichkeit

Zweiter Schritt:
Wir kamen zu dem Glauben, dass eine Macht, größer als wir selbst, uns unsere geistige Gesundheit wiedergeben kann.
Prinzip: Hoffnung

Dritter Schritt:
Wir fassten den Entschluss, unseren Willen und unser Leben der Sorge Gottes – wie wir Ihn verstanden – anzuvertrauen.
Prinzip: Vertrauen

Vierter Schritt:
Wir machten eine gründliche und furchtlose Inventur in unserem Inneren.
Prinzip: Mut

Fünfter Schritt:
Wir gaben Gott, uns selbst und einem anderen Menschen gegenüber unverhüllt unsere Fehler zu.
Prinzip: Rechtschaffenheit

Sechster Schritt:
Wir waren völlig bereit, all diese Charakterfehler von Gott beseitigen zu lassen.
Prinzip: Bereitwilligkeit

Siebter Schritt:
Demütig baten wir Ihn, unsere Mängel von uns zu nehmen.
Prinzip: Demut

Achter Schritt:
Wir machten eine Liste aller Personen, denen wir Schaden zugefügt hatten und wurden willig, ihn bei allen wieder gutzumachen.
Prinzip: Nächstenliebe

Neunter Schritt:
Wir machten bei diesen Menschen alles wieder gut – wo immer es möglich war –, es sei denn, wir hätten dadurch sie oder andere verletzt.
Prinzip: Disziplin

Zehnter Schritt:
Wir setzten die Inventur bei uns fort, und wenn wir Unrecht hatten, gaben wir es sofort zu.
Prinzip: Beharrlichkeit

Elfter Schritt:
Wir suchten durch Gebet und Besinnung die bewusste Verbindung zu Gott – wie wir Ihn verstanden – zu vertiefen.
Wir baten Ihn nur, uns Seinen Willen erkennbar werden zu lassen und uns die Kraft zu geben, ihn auszuführen.
Prinzip: Bewusstsein/Gottesbewusstsein

Zwölfter Schritt:
Nachdem wir durch diese Schritte ein spirituelles Erwachen erlebt hatten, versuchten wir, diese Botschaft an Alkoholiker weiterzugeben und unser tägliches Leben nach diesen Grundsätzen auszurichten.
Prinzip: Dienst

 

Aus: Zwölf Schritte – Red Book. Mehr hier: http://www.aa-leben.de/12_Schritt_RED-BOOK.pdf

Anmerkung:
Ich habe hier die Zwölf Schritte und Zwölf Prinzipien, die dazu gehören, mal miteinander kombiniert um den Zusammenhang deutlicher werden zu lassen. Im „Red Book“ heißt es: „Was ist ein Prinzip? – Ein Prinzip ist ein Ursprung, ein Anfang, eine grundlegende Voraussetzung, ein moralischer Grundsatz – eine Regel, durch die unser Verhalten bedingt wird. Jedem der Zwölf Schritte liegt ein Prinzip zugrunde.“

Offenes, liebevolles Herz

Wann immer euer Blick
auf andere fällt,
schaut sie mit einem offenen,
liebevollen Herzen an.

Shantideva (8. Jh.)

Nicht getrennt

Derjenige, der denkt: ‘Ich bin getrennt’, ‘Du bist getrennt’, ‘Er ist getrennt’, handelt auf eine Art für sich selbst, auf eine andere Art für die anderen. Er kann nicht anders. Aus dem Gedanken: ‘Wir sind alle getrennt voneinander’ erwächst unterschiedliches Handeln verschiedenen Personen gegenüber. Wie kann ein Mensch vom rechten Weg abweichen, der um das Einssein mit den anderen weiss? Solange der Keim des Unterscheidens noch lebendig ist,wird –  bewusst oder unbewusst – unterschiedliches Handeln daraus erwachsen. Daher gib es auf, Unterschiede zu sehen. Alles ist nur EINS.

Aus “Ellam Ondre”

http://www.sriramanamaharshi.org/downloads/ALL-IS-ONE-GERMAN-2011.pdf

Ursprung in der Liebe

Alle Dinge der Welt haben ihren Ursprung in der Liebe, und wenn die Liebe nicht überall erkennbar ist, so deshalb, weil wir die Liebe nicht sehen wollen. Um es noch einmal mit allem Nachdruck zu sagen: Liebe ist die einzige Möglichkeit. Alles, was nicht Liebe ist, ist letztlich unmöglich.

Thomas Merton (1915–1968)

Brücke um ans andere Ufer zu gelangen

Selbst wenn ein Mensch hundert Jahre alt wird,
Ist doch sein Leben wie schwimmendes Wassergras,
ostwärts, westwärts, ohne eine Zeit der Ruhe.
Shakyamuni entsagte seiner adligen Herkunft
und widmete sein Leben,
Um andere davor zu bewahren sich selbst zu zerstören.
Achtzig Jahre auf dieser Erde,
Fünfzig Jahre das Dharma verkündend,
Schenkt er die Sutren als ein ewiges Erbe;
Selbst heute noch eine Brücke.
um ans andere Ufer zu gelangen.

Ryokan (1758 – 1831)

Den eigenen Weg gehen

Gehen Sie Ihren Weg.
Sie müssen die anderen Wege nicht verfluchen.
Es sind funktionierende Wege.
Es sind nicht Wege für jeden und alle.
Achten Sie die Wege, denn sie führen alle zu Gott.
Gehen Sie Ihren eigenen Weg.

Guruji Mohan (*1954)

Gefängniswärter Unwissenheit

Die Erleuchtung fühlte sich für Gautama Buddha an, als sei ein Gefängnis, das ihn Tausende von Lebzeiten umschlossen hatte, nun aufgebrochen. Unwissenheit war der Wärter dieses Gefängnisses gewesen. Unwissenheit hatte seinen Geist verdunkelt, so wie die stürmischen Wolken den Mond und die Sterne verbargen. Von endlosen Wogen täuschender Gedanken getrübt, hatte der Geist die Wirklichkeit in Subjekt und Objekt geteilt, in Selbst und Andere, Sein und Nicht-Sein. Und aus diesen Unterscheidungen entstanden die falschen Sichtweisen – die Gefängnisse von Empfindung, Begierde, Ergreifen und Werden.
Das Erleiden von Geburt, Alter, Krankheit und Tod machte die Gefängnismauern nur noch dicker. Es gab nur eins zu tun: den Gefängniswärter zu ergreifen und sein wahres Gesicht zu schauen. Der Gefängniswärter war die Unwissenheit. Und das Mittel, die Unwissenheit zu überwinden, war der Edle Achtfache Pfad. War der Gefängniswärter erst fort, dann würde auch das Gefängnis verschwinden und niemals wieder aufgebaut werden.

Thich Nhat Hanh (* 1926)

Das Wesentliche

Erkenne stets die traumgleiche Qualität des Lebens und reduziere Anhaftung und Abneigung. Sei gutherzig gegenüber allen Wesen. Sei liebevoll und mitfühlend, egal was andere dir zufügen. Was die tun, zählt nicht mehr so viel, wenn man es als Traum sehen kann. Der Trick besteht darin, während des Traums gute Absichten zu hegen. Das ist das Wesentliche. Das ist wahre Spiritualität.

Lama Chagdud Tulku Rinpoche

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